Steine, Erde oder Dreck sind tabu
Sie lodern auch dieses Jahr wieder und werden weithin sichtbar sein: die Fasnachtsfeuer in Weil am Rhein und Haltingen. Sie gehen wohl auf einen heidnischen Brauch zurück, mit dem der Winter ausgebtrieben werden soll. Damit die Feuer mit einer entsprechenden Größe aufwarten können, sorgen die Mitarbeitenden des Betriebshof wieder für die Annahme von Brennmaterial.
Offiziellen Annahmetermine sind am Freitag, 13. Februar, in der Zeit von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr sowie am Samstag, 14. Februar, zwischen 9 und 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr bei den Fasnachtsfeuerplätzen in Haltingen und in Weil am Rhein.
Reiner Müller, stellvertretender Leiter des Betriebshofs, erinnert daran, dass bei der Anlieferung klare Regeln gelten: „Fremdstoffe wie Müll, Steine, Erde, Dreck oder auch Wurzelstöcke gehören nicht ins Fasnachtsfeuer.“
Sein Anliegen ist eindeutig: Es soll ausschließlich geeignetes Brennmaterial abgegeben werden. Dazu zählen Baum-, Strauch- und Heckenschnitt mit einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern sowie unbehandeltes Holz in haushaltsüblichen Mengen – maximal zwei Kubikmeter.
Lackiertes oder behandeltes Holz, etwa altes Fensterholz, ist dagegen tabu. Ebenso dürfen Plattenwerkstoffe, Wurzelstöcke – die noch wochenlang weiterglimmen können – sowie Erde, Laub oder sonstiger Abfall nicht angeliefert werden.
Müller macht deutlich, dass die Fasnachtsfeuerplätze keine Entsorgungsstellen sind. Er appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Sollten wieder Steine oder andere Fremdstoffe im Material auftauchen, wäre der Betriebshof gezwungen, den Platz abzusperren und zu umzäunen. „Das möchten wir allein schon wegen des hohen Aufwands und der zusätzlichen Kosten unbedingt vermeiden“, so Müller.
Die Fasnachtsfeuer lodern in diesem Jahr am 22. Februar in Haltingen und am 28. Februar in Altweil. Das Fasnachtsfeuer in Ötlingen wird am 21. Februar oberhalb des Friedhofs angezündet.
