Wetter und andere Besonderheiten

OGW-Austausch: Schülerinnen und Schüler aus der Nähe von Madrid in Weil am Rhein zu Gast

Das Wetter sei hier doch anders als vor den Toren Madrids, bemerkte ein Austauschschüler aus Spanien. Das obligatorische Foto mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften auf der Dachterrasse des Rathauses zeigt dies eindrücklich. Gut gelaunt waren sie alle beim Empfang durch Oberbürgermeisterin Diana Stöcker dennoch. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Buenos Dias! Oberbürgermeisterin Diana Stöcker begrüßte dieser Tage 15 Schülerinnen und Schüler aus Spanien im Rathaus, die derzeit bei ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen aus dem Oberrhein-Gymnasium (OGW) zu Besuch sind. Eine Woche leben sie gemeinsam in Gastfamilien in der 3-Länder-Stadt und lernen Weil am Rhein, die Region, eine neue Kultur und die eine oder andere Besonderheit kennen.
 
Was denn die größten Unterschiede seien, wollte die Oberbürgermeisterin wissen. Das Wetter, meinte ein junger Spanier. Das sei doch anders als in Parla, einer 120.000 Einwohnerstadt vor den Toren Madrids. Auffällig sei aber auch die Sauberkeit im öffentlichen Bereich, zeigten sich die Gäste von der iberischen Halbinsel beeindruckt. Und nicht zuletzt gebe es eklatante Unterschiede in der Taktung des gesamten Tages. Gerade bei Essenszeiten lebe man da in zwei unterschiedlichen Welten.
 
Stöcker stellte sich und Weil am Rhein in englischer Sprache vor und erzählte von ihren Eindrücken, wenn sie beispielsweise mit ihren Eltern nach Spanien verreise. Die Hilfsbereitschaft gegenüber älteren Menschen sei größer als in Deutschland. Älteren Familienangehörige seien noch stärker im Familienleben integriert, was sie sehr freue. Das bestätigten ihr denn auch die 15- und 16-jährigen spanischen Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse.
 
Noch bis Freitag verbringen sie mit ihren Lehrkräften ihre Zeit in Weil am Rhein und werden dort bei Exkursionen zu Vitra, nach Basel und Freiburg oder beim gemeinsamen Klettern Land und Leute kennenlernen. Die obligatorische Butterbrezel beim Empfang im Rathaus mundete ihnen jedenfalls schon sehr.
 
Die deutschen Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse des OGW, die im zweiten Jahr die spanische Sprache erlernen, weilten bereits im März vor den Toren Madrids und machten ihrerseits unvergesslichen Erfahrungen. Der Lebensstil beispielsweise in Spanien sei viel lockerer. Es sei nicht alles so streng geregelt, ließ eine OGW-Schülerin wissen. Als Beispiel nannte sie die Pünktlichkeit, oder auch die Möglichkeit, noch spätabends unterwegs zu sein. Vieles laufe eben spontan.
 
Gemeinsamkeiten gibt es indes auch. In der Freizeit gerne mit Freunden abzuhängen oder die Vorliebe für Social Media wurden dabei vorwiegend genannt. Verständigungsprobleme gebe es keine. Wenn es sein muss, wird mit Händen und Füßen kommuniziert.
 
Als besondere Überraschung präsentierte ein spanischer Schüler der Oberbürgermeisterin noch zwei Kartentricks, die beide bestens funktionierten und ein dickes Lob von Diana Stöcker nach sich zogen. Sein Opa sei auch schon Zauberer gewesen, erklärte der junge Zauberer stolz.
 
Zum Abschluss des Besuchs erhielten die Schülerinnen und Schülern einen lässigen Sportbeutel mit Weiler Logo, der mit Informationsmaterial, Andenken und Süßigkeiten gefüllt war.